Vollkommen von der Erdbewohnerschaft verborgen, hat sie sich über Jahrhunderte an Mythen bereichert. Die ersten Fotos, mysteriöse Krater und Basaltsümpfe — was lebt die Seite, die wir niemals sehen?
Der Mond war immer ein naher und gleichzeitig unzugänglicher Begleiter. Aber die Rückseite des Mondes, die durch das synchrone Drehen von Menschenaugen verborgen blieb, war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Symbol des Unbekannten. Heute wissen wir mehr über dieses Halbkugel als je zuvor — aber genau dort lauern die größten Rätsel des natürlichen Erdtrabanten.
≈ 41%der Mondoberfläche ist niemals von der Erde aus sichtbar
Warum sehen wir sie nicht?
Der Grund ist der sogenannte synchrone (prätidales) Ergreifen. Der Mond umkreist die Erde mit demselben Zeitraum, mit dem er um seine eigene Achse dreht. Der Zeitraum der Rotation stimmt mit dem orbitalen Bewegungszeitraum überein, daher ist von der Erde immer nur ein Pol sichtbar. Die Rückseite ist ständig von uns abgewandt. Dies ist nicht ein Schatten, nicht eine ewige Nacht — sie erhält genau so viel Sonnenlicht wie die sichtbare Seite. Einfach erreichen ihre Strahlen niemals den Beobachter auf der Erde.
Erste Legenden und Hypothesen
Während der Zeitalter des Weltraums war die Rückseite des Mondes eine absolute terra incognita. Einige Astronomen vermuteten, dass dort eine Atmosphäre, Wasser oder sogar unbekannte Lebensformen existieren könnten. In der Science-Fiction wurden Bilder von verlorenen Mondkulturen gezeichnet. Erst im Jahr 1959 vollzog die sowjetische Automatikstation «Luna-3» einen historischen Umflug und übertrug die ersten Fotos. Das Menschengeschoss sah zum ersten Mal das, was Milliarden Jahre lang verborgen blieb.
7. Oktober 1959 — «Luna-3» machte 29 Fotos, die etwa 70% der Rückseite abdeckten. Die Qualität war niedrig, aber die Zweifel waren ausgeräumt: der Relief war völlig anders.
Das Hauptunterschied: dünne Kruste, Berge und fast kein Meer
Das erste, was die Wissenschaftler ü ...
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