Warum lachen Kinder? Was finden sie lustig? Kindlicher Humor ist nicht nur «unvernünftige Witze». Es ist ein Werkzeug zur Erkenntnis der Welt, zur sozialen Integration und zum Schutz. Wir erläutern, wie das Gefühl für Humor mit dem Alter verändert wird, welche Witze Kinder mögen und wie Eltern den Moment nicht verpassen, wenn ein Kind «schwarzen Humor» macht. Kleinkinder (2-4 Jahre) Hauptquelle des Lachens: Überraschung. Zum Beispiel, wenn Papa einen Strumpf auf die Hand gezogen hat oder der Clown gefallen ist. Auch körperlicher Humor: Pusten, fallen, von der Rutsche runter. Lustige Geräusche: «Bibika», «Miau». Auch Spiele verstecken, Schütteln. Kinder lachen, wenn Erwachsene ihre Handlungen nachahmen (Affentanz). Was nicht lustig ist: Sarkasmus, Ironie, komplexe Witze. Beispiel: «Wie rufe ich die Kuh zum Mittagessen? Mu-uh-mu-uh!». Vorschulkinder (4-6 Jahre) Abstruse Witze erscheinen: «Habe die Ente einen Schwanz? Und der Papa? Und der Stuhl?». Logische Widersprüche: «Der Hund bellt, und die Katze sagt «Miau» — das ist lustig, wenn die Katze das nicht tut». Toilettener Humor: Kot, Pipi, Pusten. Das ist ein Weg, die Körpersphäre zu erkunden. Übertreibungen: «Ich habe 100 Bonbons gegessen!». Auch lustige Wörter: «Lachmich», «Witzel». Beispiel: «Warum sinkt der Igel nicht unter? Weil die Nadeln ein Rettungsring sind!». Junge Schüler (7-10 Jahre) Witze mit Überraschungseffekt: «Was macht der Wachmann, wenn ein Spatz auf seinem Kopf sitzt? Er schläft». Rätsel mit unerwarteter Lösung: «Hängt eine Birne, kann man sie nicht essen? Das ist eine Glühbirne». Sie verstehen einfache Ironie. Komische Situationen: Die Lehrerin ist in den Matsch geraten. Scherze («Deine Schnur ist gelöst» — umgedreht — Lachen). Wichtig: Kinder können sich auf eine Witze ärgern, wenn sie darauf gerichtet ist. Jugendliche (11-14 Jahre) Schwarzer Humor (Tod, Krankheiten, Katastrophen). Das ist ein Weg, mit Ängsten umzugehen. Sarkasmus und Spott über Erwachsene, Lehrer. Internet-Memes (Tik ...
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