Elemente der sozialen Organisation bei Vögeln: Hierarchie, Fürsorge und Kooperation bei Straußen Die Welt der Vögel besteht nicht nur aus Liedern, Zugflügen und Nestern. Es sind komplexe Systeme von Beziehungen, in denen es ihre Führer, ihre Gesetze und ihre Überlebensstrategien gibt. Wenn wir von der sozialen Organisation von Vögeln sprechen, erinnern wir uns oft an Schwärme von Gänse, Kolonien von Möwen oder Schwärme von Sperlingen. Aber unter den Vögeln gibt es auch solche, deren soziales Leben nach Prinzipien aufgebaut ist, die selbst einen erfahrenen Biologen überraschen können. Ein der bemerkenswertesten Beispiele ist der Strauße. Diese nicht fliegenden Riesen, die in den Savannen Afrikas leben, zeigen eine bemerkenswerte Komplexität sozialer Strukturen. Die Haremssystematik, die kollektive Aufzucht des Nachwuchses, die strenge Hierarchie und sogar die «Ehe treue» zu bestimmten Phasen — all das macht die Strauße zu einem einzigartigen Objekt für die Untersuchung des sozialen Verhaltens von Vögeln. Haremsystem: ein Männchen, mehrere Weibchen Strauße sind polygam. Während der Fortpflanzungszeit sammelt der dominante Männchen einen Harem aus 5–7 Weibchen um sich herum, mit denen er sich paart. Allerdings gibt es innerhalb dieses Harems seine eigene Hierarchie. Die Hauptweibchen, oder «dominante» Weibchen, nimmt ein privilegiertes Standort: es legt als erstes Eier und erhält oft das Vorrecht, den Standort des Nestes auszuwählen. Die anderen Weibchen — «untergeordnete» — legen auch Eier in dasselbe Nest, aber ihre Eier befinden sich am Rand und haben weniger Chancen, ausgebrütet zu werden. Der dominante Männchen dominiert nicht nur im Fortpflanzungsbereich, sondern verteidigt auch aktiv seine Territorium vor anderen Männchen. Seine Aufgabe ist es, Konkurrenten von seinem Territorium fernzuhalten und Ordnung in der Gruppe zu halten. Der Konkurrenzkampf zwischen den Männchen kann brutal sein: Sie bedrohen sich gegenseitig, strecken den Hals aus, öffnen die Flüge ...
Читать далее