Das Alter ist nicht mehr ein Zeitraum des Absterbens. Im 21. Jahrhundert ist es nicht das Ende, sondern ein neuer Abschnitt, voller Herausforderungen und Möglichkeiten. Aktives Altern, Karrierewechsel im Alter von 50 Jahren, Silbertourismus, Bildung für Rentner — diese Phänomene ändern den kulturellen Code des Alters. Wir erörtern, wie das genau passiert.Demografischer Wandel Die Menschheit altert nie so schnell. Bis 2050 wird die Zahl der Menschen über 60 auf 2 Milliarden steigen. Erstmals in der Geschichte übersteigt die Anzahl der Älteren die Anzahl der Kinder. Das ist nicht nur Statistik, sondern eine Herausforderung für alle etablierten Normen. Die Gesellschaft ist gezwungen, die Rolle der Älteren neu zu bewerten — sie sind nicht mehr Randgruppen, sondern die größte demografische Gruppe. Ihre Bedürfnisse formen Märkte, Politik und Medien.Arbeit und Aktivität Früher war der Ruhestand das Ziel. Heute arbeiten immer mehr Menschen weiter, wechseln Berufe, gründen nach 60 Jahren Geschäfte. Neue Begriffe tauchen auf: «Encore Career» (KARRIERE AUF WIEDERHOLUNG), «Silberne Unternehmer». Unternehmen lernen, das Erlebnis der älteren Mitarbeiter zu nutzen, anstatt sie in den verdienten Ruhestand zu schicken. Das ändert das Verständnis von Alter: Alt ist nicht gleich nutzlos.Image in den Medien Noch vor 20 Jahren waren alte Menschen im Kino und in der Werbung entweder weise Großväter oder hilflos. Heute sehen wir ältere Helden in Actionfilmen, Kriminalfilmen, Liebesdramen. Sie reisen, verlieben sich, treiben Sport. Medien übertragen das Bild des «aktiven Alterns». Das ist nicht nur ein Trend, sondern die Bildung einer neuen Identität. Blogger über 60 gewinnen auf TikTok und Instagram an Popularität.Technologien Smartphones, soziale Netzwerke, Gesundheitsanwendungen — ältere Menschen erlernen den digitalen Raum. Der digitale Graben schrumpft. Videogespräche, Online-Banking, Telemedizin werden für Großmütter und Großväter zum Normalfall. Das ändert ihre Einbindung in die Ges ...
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