Privilegien der Städte, denen der Status "heilig" durch die katholische Kirche verliehen wird
In der katholischen Tradition gibt es keinen formellen kanonischen Status "heiliger Stadt" im Sinne der Kanonisation von Menschen. Allerdings erhalten einige Städte nicht formelle, aber tief verwurzelte Titel in der Praxis wie "Ewige Stadt" (Rom) oder "Heiliger Stadt" (Jerusalem, als Heiligtum für drei Religionen). Der am nächsten an der Konzeption "heiliger Stadt" im Katholizismus ist der Status "Civitas Sacra", der eine Kombination von spirituellen, historischen und administrativen Privilegien bedeutet, die aus dem Vorhandensein von Schlüsselheiligenstätten, dem Wohnsitz der höchsten kirchlichen Autorität oder besonderen päpstlichen Entscheidungen folgen. Diese Privilegien sind umfassend.
dogmatische und liturgische Privilegien
"Ewige Stadt" — Rom. Als Zentrum der katholischen Kirche und Wohnsitz des Papstes verfügt Rom über einen einzigartigen Status.
Patriarchatsbasiliken. In Rom befinden sich vier große patriarchatslige Basiliken (der Petersdom, die Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterano), jede von denen "Heilige Tore" für die Erteilung von jubiläumsindulgenzen hat und einen höchsten liturgischen Status besitzt. Die Lateranbasilika trägt den Titel "Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und der Welt".
Pilgerindulgenzialstatus. Das Besuchen bestimmter römischer Basiliken in jubiläumsjahren und bestimmten Festtagen ist mit der Erteilung einer vollen Indulgenz (vollen Absolution von zeitlicher Strafe für Sünden) verbunden, was eine höchste geistliche Privilegierung für die Gläubigen darstellt.
Unabhängigkeit (Exterritorialität) des Vatikans. Obwohl der Vatikan ein eigenständiges Staat ist, formiert seine geistliche Autorität über Rom historisch einen besonderen Status der Stadt als Zentrum des globalen Katholizismus.
Heilige Städte, die mit Erscheinungen der Jungfrau Maria verbunden sind. Zum Beispiel Lourdes (Frankreich), Fatima (Portugal), Gua ...
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