Die Idee, ausgestorbene Lebewesen wiederzubeleben, hat das menschliche Vorstellungsvermögen seit jeher fasziniert. Unter allen ausgestorbenen Tieren hat der flauschige Mammut als Symbol dieser Träume — ein Riese, der vor Tausenden von Jahren über eisige Ebenen ging, nun am Rande eines neuen Erwachens steht. Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern diskutieren ernsthaft über die Möglichkeit seiner Wiederbelebung, und die ersten Experimente im Bereich der genetischen Wiederherstellung haben bereits konkrete Ergebnisse gebracht. Die Frage ist nur, wann dieser alte Riese wieder auf der Erde erscheinen wird — in zehn Jahren, einem Jahrhundert oder niemals.
Mammut als Objekt der wissenschaftlichen Wiederbelebung
Die flauschigen Mammut starben etwa vor zehntausend Jahren aus, obwohl kleine Populationen auf Inseln in der Arktis bis zur Mitte des Holozäns existieren könnten. Seitdem sind die Überreste dieser Tiere, die in der Ewigen Eismeerung hervorragend erhalten geblieben sind, ein unschätzbarer Informationsquelle für die Wissenschaft. Genau diese haben es ermöglicht, fast den gesamten Genom des Mammut zu extrahieren, was die Diskussion über dessen Klonierung realistisch gemacht hat.
Die genetische Nähe des Mammut zu den heutigen asiatischen Elefanten ist ein weiteres Plus. Ihre Genome ähneln sich etwa zu 99,6%, was bedeutet, dass ein Elefant als Ersatzmutter für den zukünftigen Hybriden dienen könnte. Diese Idee liegt den Projekten zur «Revolution» des Mammut zugrunde, wo das Ziel nicht nur eine Kopie des ausgestorbenen Tieres, sondern ein Organismus ist, der ihm in äußerlichen und biologischen Merkmalen am nächsten kommt.
Genetik der Wiederbelebung: Von der Theorie zur Praxis
Die ersten Versuche, ein Mammut zu klonen, begannen bereits Ende des 20. Jahrhunderts, als Genetiker lernten, DNA aus alten Geweben zu extrahieren. Das Problem bestand jedoch darin, dass selbst in ideal erhaltenen Proben die DNA-Moleküle stark fragmentiert sind. Es ist unmöglich, einen vollständig ...
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