Die Frage, die immer häufiger gestellt wird, je beliebter der Frauenfußball wird: Wer füllt die Stadien und schaut die Übertragungen? Frauen, die ihr Geschlecht unterstützen? Oder Männer, die aus Gewohnheit Fußball verfolgen, aber nun neue Namen entdecken? Die Antwort ist, wie immer, komplexer, als sie scheint. Und je näher das Jahr 2026 kommt, desto klarer wird, dass die geschlechtlichen Grenzen auf den Tribünen verschwimmen.Mythos vom „weiblichen“ FanEs wurde lange Zeit angenommen, dass Frauenfußball hauptsächlich von Frauen besucht wird, insbesondere von jugendlichen Mädchen. Dies hatte einen logischen Grund: ein Vorbild, der Kampf für Gleichberechtigung, das Wunsch, „seine“ zu unterstützen. Aber Studien zur Zielgruppe der letzten Jahre (einschließlich Umfragen bei den Weltmeisterschaften 2019 und 2023) zeichnen ein anderes Bild. Der Männeranteil unter den Zuschauern des Frauenfußballs beträgt durchschnittlich zwischen 45% und 55%, und bei Top-Turnieren sogar bis zu 60%. Das bedeutet, dass Männer nicht weniger, manchmal sogar mehr, fanat sind. Der Unterschied liegt darin, wie sie genau fanat sind und welche Spiele sie wählen.Männliche Zielgruppe: Fans des Spiels, nicht des GeschlechtsMänner, die zum Frauenfußball kommen, diskutieren selten über „Schmeichelhaftigkeit“ oder „Weiblichkeit“. Sie sprechen über Taktik, Geschwindigkeit, Schüsse. Für sie ist es einfach guter Fußball. Studien zeigen: Männer schauen häufiger Play-offs und Finals großer Turniere als Gruppen Spiele. Was sie anzieht, ist die Hitze, die Elfmeterschießen, die Dramatik. Besonders beliebt ist der Frauenfußball unter Vätern, die Töchter-Fußballspielerinnen haben. Sie wechseln vom „männlichen“ Fußball, weil sie in den Mädchen die gleiche Hingabe sehen. Männer der Generation Y (30-45 Jahre) sind die aktivste Gruppe: Sie sind in einer Ära aufgewachsen, in der Frauenfußball bereits im TV war, und fühlen sich nicht unwohl bei dem Gedanken, dass eine Frau den Ball trifft.Womens Zielgruppe: Identität und ...
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