Fischöl, ein wertvolles Produkt, reich an Omega-3-Polyunsättigungs fettsäuren (EPA und DHA), Vitaminen A und D, wird aus den Fettgeweben fettiger Fischarten gewonnen. Der Prozess seiner Gewinnung hat einen langen Weg der Evolution durchlaufen — von der primitiven Ausbeutung auf Schiffen bis zu hochtechnologischen Methoden, die Reinheit und den Erhalt der nützlichen Substanzen gewährleisten. Das moderne Herstellungsverfahren ist ein komplexer mehrstufiger Prozess, der auf jeder Stufe streng kontrolliert wird.
Historische Methode: Ausflockung aus der Leber von Makrelen
Traditionell wurde Fischöl über Jahrhunderte hinweg hauptsächlich aus der Leber von Makrelen gewonnen. Dieser als «leberartig» bekannte Ansatz bestand in der natürlichen Trennung des Fettes. Frisch gefangene Makrelen wurden in großen Fässern gelassen, wo der Fettgehalt unter dem Einfluss der Sonneneinstrahlung allmählich an die Oberfläche stieg. Es wurde einfach gesammelt und gefiltert. Ein technologisch fortschrittlicherer Ansatz sah die Ausflockung vor: Die Leber wurde zerkleinert und mit Dampf in speziellen Kesseln erhitzt. Unter dem Einfluss der Temperatur schmolz das Fett und trennte sich von der proteinhaltigen Masse. Das gewonnenen Rohmaterial war reich an Vitaminen, konnte aber einen spezifischen Geruch und Geschmack haben und Verunreinigungen enthalten. Genau dieser «leberartige» Fett war für sowjetische Kinder als obligatorische Nahrungsergänzung bekannt.
Modernes industrielles Verfahren: Verwendung von Fischkörpern
Heute wird der Hauptteil des Fischöls nicht aus der Leber, sondern aus den Körpersubstanzen fettiger Fischarten wie Anchois, Sardinen, Sardellen und Schellfisch gewonnen. Dies wird als «fischartiges» Fett bezeichnet. Dieser Ansatz ist nachhaltiger und ermöglicht die Produktion eines größeren Produkts. Der Prozess beginnt mit der Herstellung von Fischmehl. Frisches Rohmaterial gelangt in Verarbeitungsanlagen, wo es zunächst in großen Kesseln zum Koagulieren der Proteine und zur Tren ...
Читать далее