Überwindung der dysfunktionalen Vaterschaftsmodelle: Leitfaden für Mutter und Sohn
Einleitung: Herausforderung, nicht Verurteilung
Eine Situation, in der der Vater physisch anwesend ist, aber psychologisch und sozial fehlt, schafft eine spezielle Art von Trauma — das Trauma des unerreichten Potenzials. Im Gegensatz zum vollständigen Verlassen eines Kindes (insbesondere eines Jungen) steht es täglich vor einer verzerrten Männerrolle, Passivität und sozialer Anpassungsstörung. Für die Mutter wird das zu einer Herausforderung: Wie schützt man den Sohn vor destruktiven Einflüssen, ohne seinen Vater zu verlieren, und wie formt man gesunde Lebenswerte? Die Hauptaufgabe ist nicht, den Vater zu «korrigieren», sondern gesunde psychologische Grenzen zu setzen und eine adäquate Selbstidentifikation des Jungen zu fördern, die unabhängig vom Verhalten des Elternteils ist.
1. Zerstörung des Mythos: Trennung der Person des Vaters von der Rolle des Vaters
Der erste Schritt für die Mutter ist eine klare Trennung in ihrem eigenen Verständnis und in der Kommunikation mit dem Sohn der beiden Begriffe: «Papa als Mensch» und «Rolle des Vaters».
Mensch: Er kann unreif, mit Motivationsproblemen, Depressionen oder anderen Störungen kämpfen. Man kann Mitleid oder Mitgefühl haben, aber das ändert nichts an den Konsequenzen seiner Handlungen.
Rolle des Vaters: Sie umfasst Sorge, Sicherheit bieten, Fähigkeiten vermitteln, das Modell sozial anerkannten Verhaltens. In dieser Situation wird diese Rolle nicht erfüllt.
Es ist wichtig, dem Sohn zu vermitteln: «Dein Papa könnte vielleicht momentan nicht mit seinen Schwierigkeiten zurechtkommen. Das ist seine Wahl und seine Verantwortung. Aber die Rolle des Vaters ist nicht nur über ihn. Sie kann teilweise von anderen bedeutenden Männern ausgeübt werden, und am wichtigsten — du selbst, wenn du erwachsen wirst, kannst du wählen, wie ein Vater zu sein. Du bist nicht seine Kopie, du hast deinen eigenen Weg.»
Interessanter Fakt: Laut der ...
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