Der Zarenfisch: Wer trägt diesen Titel in Mythen, Literatur und auf dem Zaren-Tisch Die Frage, welche Fische den Titel des «Zarenfisches» verdienen, hat keine eindeutige Antwort. Dies ist kein wissenschaftlicher Begriff, sondern eher ein poetischer Titel, der in verschiedenen Zeiten und Kulturen verschiedenen Fischen zugesprochen wurde. In der russischen Tradition ist die Antwort häufig eine: Der Stör. Wenn man jedoch tiefer geht, stellt sich heraus, dass auch die Beluga, der Taimen, der Schlossfisch und sogar der Thunfisch um diesen Titel konkurrieren. Jede dieser Fische hat auf ihre Weise das königliche Namen verdient. Der Stör — Hauptkandidat in der russischen Tradition In Russland wurde der Stör seit jeher als «Zarenfisch» bezeichnet[reference:0][reference:1]. Dieser Titel geht zurück auf die tiefste Antike: In den Chroniken des 12. Jahrhunderts findet sich der Ausdruck: «Der Adler ist der König unter den Vögeln, der Stör ist der König unter den Fischen, und der Löwe ist der König unter den Tieren»[reference:2][reference:3]. Der Stör wurde geschätzt wegen seiner Größe, seines zarten und köstlichen Fleisches sowie seiner schwarzen Eier, die immer ein Delikatess für die höhere Gesellschaft waren[reference:4]. Der Stör wurde zum Hauptsymbol des berühmten Romans von Wiktork Awtoschew «Der Zarenfisch»[reference:5][reference:6]. In diesem Werk symbolisiert der riesige Stör selbst die Natur — ihre Größe, Kraft und Macht, vor der der Mensch machtlos ist[reference:7][reference:8]. Es ist nicht nur ein Fisch, sondern ein mythologisches Bild-Symbol, das über die Sünder urteilt und dem Menschen sein Platz in der Welt erinnert[reference:9][reference:10]. In der Erzählung tritt der Wilderer Ignatijitsch in einen tödlichen Kampf mit dem riesigen Stör, und dieser Kampf wird für ihn zu einer Prüfung des Gewissens und einer moralischen Lektion[reference:11][reference:12]. Zum Gedenken an das Werk Awtoschews wurde in Krasnojarsk 2004 ein kованer Denkmal «Der Zarenfisch» erri ...
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