Migrant und Immigrant: Differenzierung der Begriffe im Kontext des räumlichen Wandels
Einführung: Semiotik des Wandels in der globalen Welt
In der Ära der Globalisierung und der zunehmenden Mobilität der Bevölkerung gewinnt die Genauigkeit der Terminologie, die die Bewegungen von Menschen beschreibt, nicht nur sprachliche, sondern auch sozialpolitische Bedeutung. Die Begriffe «Migrant» (migrant) und «Immigrant» (immigrant), die oft als Synonyme in der Umgangssprache, im wissenschaftlichen Diskurs und im rechtlichen Bereich verwendet werden, tragen eine unterschiedliche semantische Last. Ihr Unterschied basiert auf der Perspektive des Beobachters, dem rechtlichen Status und der Absicht des bewegenden Menschen. Die Vermischung dieser Begriffe kann zu terminologischer Verwirrung in Studien, der Bildung einer inkorrekten Migrationspolitik und sozialen Stereotypen führen.
Etymologie und grundlegende Definitionen: Ausgangspunkt
Der Ursprung beider Wörter geht auf das lateinische «migrare» zurück — wandern, umziehen. Präfixe setzen den Vektor in Bezug auf einen bestimmten Ausgangspunkt.
Migrant (von lat. migrans — umziehend) ist ein allgemeiner, gattungsspezifischer Begriff. Er beschreibt eine Person, die ihren Wohnort dauerhaft oder längerfristig wechselt, indem sie administrative oder staatliche Grenzen überschreitet. Der entscheidende Akzent liegt auf der Tatsache des Wandels. Migranten sind sowohl interne (aus einem Bundesland in ein anderes innerhalb eines Landes umziehende) als auch internationale Migranten.
Immigrant (von lat. immigrans — ansiedelnd, mit dem Präfix *im-* «in, innen») ist ein spezifischer, zielgerichteter Begriff. Er beschreibt eine Person aus der Perspektive des Ziellandes. Ein Immigrant ist jemand, der in dieses Land auf dauerhafte oder längerfristige Wohnzwecke kommt. Ohne Kontext (in welche Länder?) verliert das Wort seinen Sinn.
Aus diesem Grund ist jeder Immigrant ein Migrant, aber nicht jeder Migrant ist für ein bestimmtes Land ein Immigrant.
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