Was gibt es mehr im Arbeitssucht: Langeweile, Kreativität, Willenskraft oder Interesse? Arbeitssucht ist ein komplexes und vielschichtiges Phänomen. Wir sprechen oft von ihm als von einem einheitlichen Phänomen, aber tatsächlich verstecken sich hinter diesem Wort ganz unterschiedliche Motivationen, Zustände und Verhaltensstrategien. Für einen Menschen ist Arbeit ein Weg, um Langeweile zu vermeiden, für den anderen ist Langeweile selbst der Sinn seines Lebens. Einige arbeiten, weil sie von der Willenskraft geleitet werden, andere, weil sie sich von einem faszinierenden Prozess nicht losreißen können. Was also gibt es mehr im Arbeitssucht: Langeweile, Kreativität, Willenskraft oder Interesse? Die Antwort, wie oft, hängt davon ab, um welchen Arbeitssüchtigen es geht. Arbeitssucht als Langeweile: Wenn Arbeit ein Unterschlupf wird Für viele Menschen ist Arbeit vor allem Struktur. Sie gibt ihnen ein Gefühl von Ordnung, Vorhersehbarkeit und Sicherheit. Solcher Arbeitssüchtiger sucht in der Arbeit nicht nach Inspiration, sondern nach Stabilität. Sein Tag ist minutiös geplant, seine Aufgaben wiederholen sich, und das gefällt ihm. Die Langeweile wird für ihn zur Form der Verteidigung gegen den Chaos der Außenwelt und der inneren Gefühle. In diesem Fall gibt es in der Arbeitssucht mehr Langeweile als alles andere. Solcher Mensch liebt seine Arbeit nicht unbedingt — er kann sich einfach nicht vorstellen, ohne ihren wiederholenden Rhythmus zu leben. Pausen, Wochenenden, Urlaub verursachen ihm Angst, weil sie den gewohnten Rhythmus stören. Er schafft nicht so sehr, sondern führt aus, nicht so sehr interessiert, sondern unterworfen. Und das ist keine Schwäche — das ist ein Weg, um mit dem Leben umzugehen, der für ihn die einzige mögliche Möglichkeit geworden ist. Kreativität als Motor: Arbeit als Möglichkeit zur Selbstdarstellung Ein anderer Typ von Arbeitssüchtigen ist der Mensch, für den Arbeit ein Raum der Kreativität ist. Er macht nicht einfach, er schafft. Jeder Projekt ...
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