Stress. Er ist zum ständigen Begleiter des modernen Menschen geworden. Wir sind daran gewöhnt, wie an den Lärm der Autos draußen. Wir bemerken seine Anzeichen erst, wenn wir anfangen zu ersticken. Aber wir haben ein Werkzeug, das immer bei uns ist. Ein Werkzeug, das wir fast nie nutzen. Das ist die Atmung. Nicht einfach «einatmen-ausatmen», sondern bewusstes Luftmanagement. Atmung ist ein Hebel, mit dem man das Nervensystem neu einstellen kann. Und in diesem Artikel werden wir besprechen, wie genau.Atem und Nervensystem: die unsichtbare Verbindung Stress ist nicht nur Psychologie. Es ist Physiologie. Wenn wir mit einer Bedrohung konfrontiert werden, wird das sympathische Nervensystem aktiviert — Modus «kämpfe oder flüchte». Das Herz schlägt schneller, das Atmen wird schneller, die Muskeln spannen sich an. In diesem Zustand können wir nicht klar denken, können keine durchdachten Entscheidungen treffen. Aber es gibt auch eine andere System — das parasympathische, das für Entspannung und Erholung verantwortlich ist. Und der Schlüssel zur Aktivierung ist Atmung. Wir können das Herz nicht mit Willenskraft langsamer machen. Aber wir können das Atmen ändern, und das Herz passt sich an.Warum Atemtechniken funktionieren Atem ist die einzige vegetative Funktion, die wir bewusst steuern können. Wenn wir einen langsamen, tiefen Ausatmung machen, senden wir ein Signal an das Gehirn: «Alles in Ordnung, die Gefahr ist vorbei». Dies löst eine Kaskade von biochemischen Reaktionen aus. Der Cortisolspiegel sinkt, der Blutdruck fällt, der Puls verlangsamt sich. Das Gehirn schaltet von Modus «Terror» in Modus «Bewusstsein» um. Das ist keine Magie. Das ist Neurophysiologie. Und sie ist jedem zugänglich, ohne Yoga-Zentrum-Abonnement.Technik Nummer eins: diaphragmatisches Atmen Die meisten Menschen atmen Brust — oberflächlich. Das verstärkt die Angst. Diaphragmatisches Atmen (Bauch) ist die Grundlage. Wie man es macht: Legen Sie eine Hand auf die Brust, die andere auf den Bauch. Atmen Sie ...
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