Heiliger Abend bei den Christen in Kleinasien und Vorderasien: am Ursprung der Tradition in Zeiten des Verschwindens
Einführung: Auf der historischen Heimat unter dem Druck der Geschichte
Kleinasien (Anatolien, Gebiet der Türkei) und Vorderasien (Lевант: Syrien, Libanon, Jordanien, Palästina/Israel, Irak) sind ein Gebiet, wo das Christentum entstanden und sich entwickelt hat. Heute stellen die christlichen Gemeinschaften hier schnell schrumpfende alte Minderheiten dar, die einzigartige, oft dochalкидonische Traditionen bewahren. Ihr Heiligen Abend ist nicht nur ein religiöser Festtag, sondern ein Akt kulturellen und ethnokonfessionellen Überlebens, bei dem der Ritus zum Code des Gedächtnisses und der Widerstandskraft gegen Assimilation wird. Das Fest wird unter Bedingungen politischer Instabilität, Emigration und oft direkter Bedrohung gefeiert.
Ortsbild der Gemeinschaften: Mosaik antiker Kirchen
Orthodoxe (Antiochianische, Jerusalemer, Konstantinopolitanische Patriarchien): Griechen, arabische Orthodoxe, kleine Gemeinschaften in der Türkei.
Antike östliche (dohalкидonische) Kirchen:
Armenische Apostolische Kirche (Armenien, Diaspora in der Türkei, Libanon, Syrien, Irak).
Syrische Orthodoxe Kirche (Jakobiten) und Syro-jakobitische (Syrien, Türkei).
Koptische Orthodoxe Kirche (Ägypten, aber historisch mit dem Gebiet verbunden).
Assyrische Kirche des Ostens (Nestorianer) und Chaldäische katholische Kirche (Irak, Syrien, Diaspora).
Östlich-katholische Kirchen (Maronitische, Melkitische, Chaldäische u.a.), die den östlichen Ritus im Kontakt mit Rom bewahren.
Protestantische Gemeinschaften, die im 19. und 20. Jahrhundert entstanden.
Gemeinsame Merkmale: strenger Fasten und liturgischer Höhepunkt
Trotz der Unterschiede gibt es verbundende Elemente, die in die antike Praxis zurückreichen.
Strenger Fasten (Weihnachtsfasten): Für die meisten Kirchen dauert der Fastenzeitraum 40 Tage. 6. Januar (oder 5. Januar, je nach Kalender) ist der Tag der strengsten Enthaltsamkeit. Bei ...
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