Christmastime und Neujahr in den Alpen: Ethnokultureller Synthese im Bergkronotop
Einführung: Der Festtag als Anpassungssystem
Der alpine Raum, der Gebiete in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich und Slowenien umfasst, stellt eine einzigartige Laboratorium für die Erhaltung und Transformation der Weihnachts- und Neujahrstraditionen dar. Die Isolation der Täler und die harten Klimabedingungen haben zur Konservierung tief archaischer, vorchristlicher Rituale beigetragen, die später einen komplexen Synkretismus mit der katholischen und protestantischen Ritualität bildeten. Die Winterfeste in den Alpen sind nicht nur religiöse Ereignisse, sondern auch ein komplexes Anpassungssystem, das darauf abzielt, die Dunkelheit und den Frost symbolisch zu überwinden, das Wohlbefinden der Gemeinschaft zu sichern und die Harmonisierung der Beziehung zwischen Mensch und Bergnatur zu fördern.
Advent: Zeit der Reinigung und der Erwartung
Die Adventszeit der Erwartung des Weihnachtsfestes in den Alpen ist mit apotropäischen (abweisenden) Praktiken gefüllt, die darauf abzielen, das Haus und die Farm in der dunkelsten Jahreszeit zu schützen.
Der Adventkranz mit vier Kerzen, der heute weltweit bekannt ist, hat alpinische Wurzeln. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom hamburgischen protestantischen Theologen Johann Heinrich Wichern eingeführt, der auf den volkstümlichen Brauch zurückgriff, ein Rad oder einen Kranz aus Tanne zu schmücken. In den Alpen existierte jedoch (und existiert noch) ein älterer Ritual «Rauchnacht» (Rauchnacht, «Rauchnacht») — das Rauchern von Häusern und Ställen mit Myrrhe und heiligen Kräutern an bestimmten Nächten vor Weihnachten (meistens 5-6 und 24. Dezember). Ziel ist die Vertreibung böser Geister und die Reinigung des Raumes. In einigen Regionen der Schweiz und Österreich übernahmen diese Funktion die verkleideten «Nachtumzüge» (Nachtumzüge).
Die Figur des heiligen Nikolaus (6. Dezember) in den Alpen wird oft nicht nur von einem «Teufel» ( ...
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