Was ist wichtig, am Altneujahr zu beginnen, oder „Wassilius-Abend“: Initiationstraditionen und das Programmieren des Jahres
Die Zeit des Altneujahrs, zentriert um den Wassilius-Abend (13. Januar), wurde in der Volkskultur nicht einfach als Fortsetzung der Feiertage, sondern als Schlüsselhexamagnetisches „Fenster“ wahrgenommen – eine Zeit, in der die Handlungen des Menschen eine besondere Kraft haben, das zukünftige zu beeinflussen. Dies war ein Moment des bewussten Programmierens der Realität für das nächste Jahr durch ein System von Riten, die sowohl praktische als auch tief symbolische Bedeutung hatten. „Beginnen“ an diesem Tag sollte nicht abstrakte Angelegenheiten, sondern konkrete Praktiken sein, die die Matrix des Glücks legten.
1. Haushalts- und Alltagsinitiationen: „Start“ des Reichtums.
Die Grundlage vieler Riten lag auf dem Prinzip „wie Anfang – so auch Fortsetzung“. Daher sollte man mit Handlungen beginnen, die den gewünschten Ausgang modellieren.
Den finanziellen Jahresbeginn und die Bilanz des Wohlstands beginnen. Der Wassilius-Abend war die Zeit der endgültigen Abrechnungen, der Auszahlung von Schulden und des Beginns eines neuen Wirtschaftszycles. Man durfte nicht in das neue Jahr mit Schulden oder Betrug eintreten – das programmierte Armut. Wichtig war, eine große Banknote (Goldmünze) in die Brieftasche oder an ein besonderes Ort zu legen – „um Geld während des Jahres anzuziehen“. Dies ist ein Vorbild des modernen Finanzplanungs und der Bildung einer „finanziellen Polsterung“.
Den „Arbeitsbeginn“ mit Getreide – dem Symbol des Lebens – beginnen. Der Ritus des „Säens“ (Besäens) des Hauses mit Getreide, den die Jungen („Säer“) vollführten, war nicht nur ein Gratulieren. Dies war ein magisches Handeln des „Säens“ des zukünftigen Ernteertrags und des Glücks. Die Hausfrau musste die „Wassilius-Kasha“ aus dem neuen Getreide bis zum Morgen kochen. Der Vorgang ihrer Zubereitung und das Ergebnis (voller Topf, lockere Kasha) dienten als Diagnose und Programm: E ...
Читать далее