Tag des Workaholics: Existenzialer Entscheidungsprozess zwischen Flucht und Berufung Im Kalender der nichtoffiziellen Feiertage gibt es einen Tag, der sowohl ein Lächeln als auch eine bittere Ironie erzeugt. Der Tag des Workaholics. Während einige ihn als Gelegenheit für Ironie über sich selbst sehen, sehen andere ihn als Möglichkeit, ihre Obsession für die Arbeit noch einmal zu rechtfertigen. Aber hinter diesem lächerlichen Namen steckt ein tiefer existenzialer Entscheidungsprozess, den jeder von uns täglich trifft, oft ohne es zu bemerken. Die Wahl zwischen der Flucht vor sich selbst und der Begegnung mit sich selbst, zwischen dem Füllen der Leere und ihrer Bedeutung, zwischen der Arbeit als Fluch und der Arbeit als Berufung. Der Workaholic als Archetyp: Wer ist er wirklich? Im kollektiven Bewusstsein ist der Workaholic eine Person, die nicht weiß, wie man sich ausruht, die ihren Wert an der Anzahl der gearbeiteten Stunden misst, die ihre Familie, Gesundheit und ihr persönliches Leben opfert. Aber das ist nur die Oberfläche, ein verhaltensbezogenes Porträt. Wenn man tiefer geht, ist der Workaholic eine Person, die in der Arbeit einen Weg zur Existenz gefunden hat. Seine Identität ist unauflöslich mit der Sache verbunden, die er macht. In diesem Sinne ist der Workaholismus keine Abhängigkeit, sondern eine Form der Selbstverwirklichung. Die Grenze zwischen diesen beiden Zuständen ist jedoch fast unsichtbar, und genau hier beginnt der existenzialische Entscheidungsprozess. Die Existenzialpsychologie behauptet, dass der Mensch ständig mit vier Daten konfrontiert wird: dem Tod, der Freiheit, der Isolation und dem Sinnlosen. Und die Arbeit wird zu einem der Werkzeuge, mit denen wir versuchen, mit diesen Daten umzugehen. Arbeit gibt uns das Gefühl des Kontroll, der Struktur, des Zieles und der Verbindung mit anderen Menschen. Sie hilft uns, vor dem Schrecken der Leere zu fliehen. Aber das macht die Arbeit auch potenziell gefährlich: wenn sie der einzige Quelle des S ...
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