Wo leben die Arbeitswahnsinnigen: Norden, Süden, Osten oder Westen Wenn wir an Arbeitswahnsinnige denken, fallen uns oft Bilder japanischer Büroleute vor, die an ihren Tischen einschlafen, oder amerikanischer Manager ein, die ihr Telefon auch am Wochenende nicht ausstellen. Aber gibt es wirklich Länder, in denen der Arbeitswahnsinn eine nationale Eigenheit ist, und wo — ein seltenes Ausnahmefall? Wo leben diejenigen, die bereit sind, 24/7 zu arbeiten, den Schlaf, die Familie und die Freizeit zu vergessen? Oder kennt der Arbeitswahnsinn keine geografischen Grenzen, sondern hängt von der Kultur, der Wirtschaft und den persönlichen Eigenschaften ab? Lassen Sie uns auf eine fiktive Reise um die Welt gehen und schauen, wie in verschiedenen Teilen der Erde zum Arbeit, Überstunden und jener Arbeitsobsession steht, die wir als Arbeitswahnsinn bezeichnen. Osten: die Kultur der Arbeit als Pflicht Beginnen wir mit dem Osten, denn hier ist der Stereotyp des Arbeitswahnsinnigen am stärksten lebendig. Japan, Südkorea, China — Länder, in denen die Arbeit oft als moralischer Pflicht wahrgenommen wird und nicht als Einkommensquelle. In Japan gibt es sogar den Begriff „Karoši“ — Tod durch Überarbeitung. Und das ist keine Metapher. Die japanischen Unternehmenstraditionen verlangen von den Mitarbeitern lange Arbeitszeiten und uneingeschränkte Selbstopferung. Abendsfeste mit Kollegen, ständige Bereitschaft für Überstunden — das ist ein Teil der Kultur, in der der Arbeitswahnsinn als Norm und sogar als Tugend angesehen wird. In China hat das Phänomen „996“ (Arbeit von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends sechs Tage die Woche) die neue wirtschaftliche Realität symbolisiert. Millionen von Mitarbeitern in IT-Unternehmen und Fabriken leben in diesem Rhythmus, und obwohl das Land versucht, dies zu begrenzen, bleibt der kulturelle Code bestehen. Hier ist der Arbeitswahnsinn der Weg zum Erfolg, zur Achtung und zum Status. Der Verzicht auf die Arbeit wird als Schwäche wahrgenommen. Allerdings is ...
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