Der Sinn des Festes «Eingang in den Tempel der heiligen Jungfrau Maria» für die moderne Jugend und Kinder
Das Fest des Eingangs in den Tempel (4. Dezember) beschreibt ein Ereignis aus dem Kindheitstraum der Jungfrau Maria. Gemäß kirchlicher Überlieferung gaben ihre Eltern, die frommen Joakim und Anna, den Versprechen, ihre ersehnte Tochter dem Gott zu weihen, und führten sie im Alter von drei Jahren nach Jerusalem, wo sie, auf den hohen Stufen aufsteigend, selbständig in das Heiligtum einzutreten begann. Für den modernen Menschen, insbesondere die Jugend, kann diese Geschichte archaisch und sogar traumatisierend erscheinen: die Trennung eines Kindes von seinen Eltern, das Leben im Tempel, der Verzicht auf ein normales Kindertum. Ancak seine tiefere Botschaft, bei korrekter Interpretation, erweist sich als überraschend relevant und psychologisch tief.
1. Freiheit und Verantwortung als Gegensatz zum Infantilismus
Ein Schlüsselpunkt, der oft übersehen wird, ist die Freiwilligkeit des Handlungs von der kleinen Maria. Sie wurde nicht erzwungen abgegeben. In der Ikonographie und Hymnologie wird betont, dass sie «mit freudigen Schritten» ihrer Schicksalsforderung entgegengegangen ist, indem sie sich umdrehte und die Eltern ermutigte. In diesem ist der erste wichtige Sinn.
Für Kinder (6-12 Jahre): Die Geschichte kann in die Sprache der ersten selbstständigen Entscheidungen übersetzt werden. Dies muss nicht unbedingt ein religiöser Wahl sein. Dies könnte die Entscheidung sein, ehrlich ein Fehlverhalten zuzugeben, einen Schwachen zu verteidigen, eine schwierige, aber interessante Aufgabe (z.B. Teilnahme an einem Wettbewerb, Erlernen eines komplexen Musikinstruments) anzunehmen. Das Fest sagt: deine Freiheit und dein mutiger Schritt in Richtung etwas Größerem ist eine Wertigkeit. Du bist nicht einfach ein Objekt der Elternpläne, sondern ein Subjekt deines Lebens schon jetzt.
Für Jugendliche und junge Erwachsene: Dies ist eine Herausforderung an die Kultur des Infantilismus ...
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