Entspannungstag. Für einige ist das Synonym für Hungersnot und Leiden, für andere ein Weg, um ein paar Kilo vor dem Strand zu verlieren. Aber im Grunde ist es ein viel feinfühligeres Werkzeug. Es ist keine Diät, keine Strafe und kein Trend. Es ist eine physiologische Pause, die man dem Körper geben kann, um sich «neu zu laden». In den letzten Jahren, als die Medizin immer mehr über die Verbindung zwischen Darm, Immunsystem und Gehirn spricht, haben sich Entspannungstage eine neue Bedeutung gegeben. In diesem Artikel werden wir besprechen, wie dieses Werkzeug funktioniert, wem es wirklich notwendig ist und wie man es klug durchführt. Was ist ein Entspannungstag aus physiologischer SichtUnser Körper ist kein ewiger Motor. Der Verdauungstrakt arbeitet 24/7: verdaut, resorbiert, ausscheidet. Wenn wir dreimal oder viermal am Tag essen und noch Snacks haben, haben der Magen, die Bauchspeicheldrüse und die Leber fast keine Zeit zum Ausruhen. Ein Entspannungstag ist ein kurzer Zeitraum (normalerweise 24-36 Stunden), in dem die Kalorienmenge auf 500-800 kcal gesenkt wird und die Nahrung so einfach und leicht verdaulich wie möglich ist. In diesem Moment schaltet sich der Körper von der «Verdauungs»- auf den «Reinigungs- und Wiederherstellungs»-Modus um. Es werden Prozesse der Autophagie gestartet – wenn Zellen ihren eigenen Müll «verzehren», indem sie beschädigte Proteine und Organellen loswerden. Für diese Entdeckung wurde 2016 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen. Also ist die Entspannung nicht «Quacksalberei», sondern ein wissenschaftlich begründeter Mechanismus. Wie beeinflussen Entspannungstage das VerdauungssystemDer Hauptvorteil der Entspannung ist die Pause für den Verdauungstrakt. Die Enzymsysteme haben Zeit, «neu zu laden», der Insulinspiegel sinkt, was der Bauchspeicheldrüse eine Pause gibt. Die Belastung für die Leber sinkt und sie erhält Ressourcen zur Fermentproduktion, nicht zur Entgiftung von Toxinen. Außerdem fördert die Einnahme von viel Flüs ...
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