Religion und Fußball: Wenn Glaube auf das Spiel der Millionen trifftAußerdem scheinen Fußball und Religion zwei verschiedene Welten zu sein. Einerseits ist es eine Welt der Leidenschaft, Millionen von Fans, dem Rauschen der Tribünen und des sportlichen Kampfes. Andererseits ist es eine Welt der Stille, des Gebets, der Kontemplation und der Suche nach dem Ewigen. Aber wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, dass sie viel mehr gemeinsam haben, als man denken würde. Fußball ist lange nicht mehr nur ein Spiel. Für viele hat er eine neue Religion geworden — mit ihren Heiligen (Stadien), Priestern (Trainer und Schiedsrichtern), Ritualen (Spiele) und sogar Märtyrern (Spielern, die alles auf dem Feld geben). Gleichzeitig üben traditionelle Religionen — Christentum, Islam, Buddhismus, Judentum — eine starke Auswirkung auf den Fußball aus, von der Verhaltensweise der Spieler bis hin zu den Schicksalen ganzer Vereine und gar nationaler Mannschaften.Fußball als profane Religion: Anbetung auf den TribünenSociologen und Kulturwissenschaftler haben lange bemerkt: Fußball erfüllt die gleichen Funktionen wie Religion. Er gibt dem Menschen das Gefühl der Gemeinschaft, der Zugehörigkeit zu etwas Größerem als sich selbst. Er bietet seine Rituale — das Auslaufen der Mannschaften, Hymnen, Traditionen der Fans. Er hat seine Propheten (große Spieler), seine Schriften (Geschichte des Vereins) und seine Gebote (Treue zum Verein bis zum Ende). Wenn Tausende von Menschen die gleichen Worte auf dem Stadion skandieren, entsteht das kollektive Einigung, das religiöse Denker als «Kollektivität» bezeichnen.In diesem Sinne sind Fußballfans nicht nur Fans, sondern Gläubige. Ihre «Kirchen» sind die Stadien, in die sie kommen, um den Katharsis zu erleben. Ihre «Feste» sind die Duelle und Endspiele. Ihre «Heiligen» sind die Spieler, die sich selbst für den Sieg opferten. Nicht umsonst sprechen viele Fans von der «Fußballglaube» mit der gleichen Leidenschaft, mit der Gläubige von Gott sprechen. Und ...
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