Rucola: von Unkraut zum Superfood Noch vor etwa zwanzig Jahren war Rucola in Russland fast unbekannt. Sie wurde als «italienische Kräuter» oder «Würmlinge» bezeichnet und galt als gewöhnliches Unkraut, das an Straßenrändern und Brachflächen wächst. Heute jedoch ist diese Nuss- und Senfgeschmacksgrünung die Stern des Salatbars und der Restaurantkarten. Sie wird in Pizza gegeben, mit ihr werden Smoothies gemacht, sie wird einfach so, in Handfulls, gegessen. Und das ist nicht nur eine Hommage an die kulinarische Mode. Rucola ist einer der nahrhaftesten und gesündesten Produkte auf dem Planeten. Und was überraschend ist: die Natur hat sie nicht geschaffen, um sie zu schätzen, sondern um sie zu heilen, den Körper zu stärken und sogar das Altern zu verlangsamen. Wie funktioniert das? Rucola: botanische Information Rucola (lat. Eruca sativa) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Ihre nächsten Verwandten sind Senf, Rettich, Meerrettich und Wasabi. Daher hat sie ihren charakteristischen, leicht scharfen, nussigen Senfgeschmack. Die Heimat der Rucola ist das Mittelmeer, wo sie bereits in der Antike verwendet wurde: sie wurde in Salate gegeben, als Gewürz verwendet und sogar als Aphrodisiakum angesehen. In wildem Zustand wächst sie noch in Südwesteuropa, Nordafrika und im Nahen Osten. Heute wird Rucola auf der ganzen Welt angebaut und ist das ganze Jahr über erhältlich. Chemische Zusammensetzung: Vitaminkugel Warum ist Rucola so gesund? Vor allem durch ihre Zusammensetzung. Es ist ein echter Konzentrat an Vitaminen und Mikroelementen. Vitamin C — ein mächtiger Antioxidant, der das Immunsystem stärkt, Zellen vor Schäden schützt und am Synthese von Kollagen beteiligt ist. Vitamin K — ein wichtiger Bestandteil für die Blutgerinnung und die Gesundheit der Knochen. Vitamine der Gruppe B (B1, B2, B6, B9) unterstützen das Nervensystem, sind am Energietausch beteiligt und helfen bei der Eisenverwertung. Vitamin A (in Form von Beta-Carotin) ist ...
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