Senf mit Rote Bete ist nicht süßer. Bekannte Redewendung? Man sagt sie oft, wenn man nicht wählen kann: Beide Optionen sind schlecht, der Unterschied ist gering. Aber woher kommt diese merkwürdige Metapher? Warum wurden Wurzelgemüse zu Symbolen der Ohnmacht? Und was für eine Geschichte steckt hinter dieser landwirtschaftlichen Metapher? Lassen Sie uns graben, wie erfahrene Etymologen. Botanik des Streits: Warum genau Senf und Rote Bete Auf den ersten Blick sind Senf und Rote Bete Verwandte. Beide gehören zur Familie der Kreuzblütler, beide scharf, Wurzelgemüse, beide winterlich, würzig. Geschmacklich nicht Zucker, sicher. Aber genau darin liegt der Unterschied: Der russische Bauer des 19. Jahrhunderts kannte die Unterschiede gut. Senf ist so scharf, dass man sich die Augen auskratzt, Rote Bete ist bitter und scharf. Sie wurden in verschiedene Gerichte gegeben: Senf — zu Fleisch, Gelee, Rote Bete — zu Okroshka und Salaten. Stellen Sie sich vor: Man bietet Ihnen die Wahl zwischen Roggenbrot mit Senf oder Roggenbrot mit Rote Bete. Beide schneiden sich durch. Beide dringen in die Nase. Hierher führt das Sprichwort: Senf mit Rote Bete sind gleichermaßen schlecht, wenn man nach Süßem verlangt. Erste Bedeutung: Nicht das eine, nicht das andere, sondern beide sind schlecht Der klassische Sinn der Redewendung ist die Wahl zwischen zwei unangenehmen Dingen. Beispiel: «Gehst du auf eine Geschäftsreise nach Woraikit oder nach Norilsk?» — «Na, Senf mit Rote Bete, beide Optionen sind eine Haftstrafe». Oder im Streit über Kandidaten: «Iwanow ist ein Dieb, Petrow ist ein Bestecher». — «Senf mit Rote Bete, es gibt niemanden, für den ich wählen kann». Aber es gibt einen Nuance: Manchmal sagt man diese Phrase nicht über das Schlechte, sondern über das Unaussprechliche. Wie in einem Witz: «Was unterscheidet Senf von Rote Bete?» — «Wenn man es nicht weiß, dann nicht». Zweite Bedeutung: Verwirrung und Unsinn Ein weiterer Aspekt des Sinns ist die Vermischung des Unvermischtba ...
Читать далее