Kann ein Kind ein glückliches Kindheit haben, wenn es von seinem Vater isoliert wird? Die Frage, die wir heute behandeln, ist eine der schwierigsten und schmerzhaftesten in der modernen Psychologie. Wenn die Mutter und ihre Verwandten den Kind absichtlich vom alleine wohnenden Vater isolieren, entsteht eine Situation, die Fachleute als «Elternentfremdungssyndrom» oder in einer milderen Form als «emotionale Trennung» bezeichnen. Und hier stellt sich eine grundlegende Frage: kann ein Kind, das den vollständigen Kontakt zum Vater verloren hat, langfristig glücklich sein? Die Antwort, wie oft in der Psychologie, ist uneindeutig und hängt von vielen Faktoren ab. Aber ehrlich gesagt: Ein glückliches Kindheit in dieser Situation ist möglich, aber es wird nicht vollständig sein und oft wird von dem Kind und den Umständen kolossale Anstrengungen erfordern. Der Verlust des Vaters – der Verlust eines Teils von sich selbst Der Vater ist nicht nur der zweite Elternteil. Es ist eine Figur, die dem Kind das Gefühl der Sicherheit, des Vertrauens in die Welt und die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden, vermittelt. Es ist ein Spiegel, in dem ein Junge sein zukünftiges männliches Bild sieht, und ein Mädchen ein Modell der Beziehung zu Männern. Wenn diese Figur zwangsweise aus dem Leben des Kindes genommen wird, geschieht mehr als nur eine Begrenzung der Kommunikation. Das Kind verliert einen Teil seiner Identität. Es beginnt, Fragen zu stellen: «Warum ist Papa nicht bei mir?», «Bin ich schlecht?», «Liebt man mich nicht?». Auch wenn die Mutter und die Verwandten nichts Schlechtes über den Vater sagen, der Tatbestand der Isolierung schafft beim Kind das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass die Welt unzuverlässig ist. Besonders auffällig ist dies bei Kindern, die einen positiven Erfahrungsaustausch mit dem Vater hatten, bevor die Trennung eintrat. Sie erinnern sich an seine Wärme, seinen Gesang, seine Spiele. Und plötzlich ist alles verschwunden. Das wird wie der Verlu ...
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