Wir hören oft: «Finde dein Kraftort», «Finde deinen Standpunkt». Das klingt schön, aber was bedeutet das wirklich? Für einen Menschen ist das sein Lieblingsstuhl am Fenster mit einem Buch. Für den anderen ist es das Elternhaus auf dem Land. Für den dritten ist es das Gebet oder der morgendliche Lauf. Ein Kraftort und ein Standpunkt sind nicht nur Wörter. Das ist der Fundament, auf dem das Leben aufgebaut wird. Das ist ein Anker, der verhindert, dass man im Sturm kentert. Und wenn du nicht weißt, wo sie sind, riskierst du, sich zu verlieren. Kraftort: Was das ist Ein Kraftort ist nicht unbedingt ein geografischer Ort. Das ist ein Zustand, in dem du dich als Ganzes fühlst. Das kann ein physischer Raum sein — ein Raum, ein Park, ein Tempel, ein Flussufer. Aber es kann auch eine Tageszeit, eine Beschäftigung oder sogar eine Person sein. Wichtig ist, dass du dich in diesem Ort selbst bist. Dort fallen die Masken, die Spannung löst sich, Klarheit erscheint. Du denkst nicht daran, was du tun sollst, du bist einfach. Und in diesem «sein» entsteht Energie.Ein Kraftort gibt nicht die Antworten auf alle Fragen. Er schafft ein Raum, in dem Antworten kommen können. Das ist wie die Stille vor der Musik. Viele suchen nach einem Kraftort in fernen Ländern — auf dem Baikal, in den Bergen, in Klöstern. Aber manchmal ist es näher, als man denkt. Ein Winkel deiner Küche, wo du morgens Kaffee trinkst. Eine Bank im Park, wo du mit deinem ersten geliebten Menschen saßst. Das ist deine persönliche Heiligtum, zugänglich jeden Tag, wenn du lernst, es zu bemerken. Standpunkt: der innere Stab Wenn ein Kraftort das «wo» ist, dann ist ein Standpunkt das «was». Das ist eine innere Überzeugung, die dich daran hindert, zu fallen. Das ist das Wissen, dass du durchhältst. Ein Standpunkt kann in der Religion, in der Familie, im beruflichen Berufung, in deinem eigenen Ansehen sein. Er hängt nicht von äußeren Umständen ab. Selbst wenn alles zusammenbricht, bleibt der Standpunkt. Das ist wie der Stamm ei ...
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