Paradox des Erfolgs des belarussischen Strandfußballs Belarus ist ein Land ohne Zugang zum Meer. Seine größten Wasserflächen sind Flüsse und Seen, aber keine salzigen Wellen. Strandfußball in Belarus? Absurd? Dennoch ist die belarussische Nationalmannschaft im Strandfußball eine der stärksten in Europa und der Welt. Sie qualifiziert sich regelmäßig für die Finalrunden der Europameisterschaften und der Weltmeisterschaften und besiegt traditionelle Favoriten wie die Portugiesen, Spanier und Italiener. Wie einer Nation, in der Schnee sechs Monate lang liegt und es fast keine Sandstrände gibt, gelang es, solch einen Erfolg zu erzielen? Paradox, aber es gibt eine Erklärung. Kein Meer, aber Sand Die Belarusen warten nicht auf die Güte der Natur. Für ihre Trainingseinheiten bauen sie künstliche Plätze mit Sand. Das erste solche Feld wurde in Minsk auf dem Stadion «Dinamo» (heute nicht in Gebrauch) errichtet. Dann wurde ein spezialisiertes Zentrum in Borovaja (Vorort von Minsk) mit einem überdachten Manöver und einem offenen Feld gebaut. Dort wird der Sand aus Steinbrüchen angeliefert, gesiebt und befeuchtet. Trainieren kann man das ganze Jahr über, trotz der Kälte (in dem überdachten Manöver wird eine positive Temperatur aufrechterhalten). Bis 2026 gibt es in Belarus bereits 5 Sandplätze: in Minsk, Homel, Brest, Grodno, Witebsk. Dies reicht für die Entwicklung aus. System: von Kindern bis zu Profis Die belarussische Strandfußballföderation unter der Leitung des Vorsitzenden (ehemaliger Fußballspieler Sergei Borowskij) hat auf Systematik gesetzt. Sie haben Kinderakademien geschaffen: in Minsk, Homel, Brest. Kinder ab 8 Jahren beginnen, Beachsoccer zu spielen, kombinierend mit klassischem Fußball oder Futsal. Es werden republikanische Turniere unter Jungen (U-14, U-16, U-18) durchgeführt. Die Besten kommen in die Reserve. Die erwachsene Nationalmannschaft wird aus Spielern zusammengestellt, die diese Schule durchlaufen haben. Der Trainer der Nationalmannschaft (Niko ...
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