Perspektiven der Digitalisierung in städtischen staatlichen Einrichtungen: Von der "intelligenten Verwaltung" zur öffentlichen Wertschöpfung
Die Digitalisierung (digitale Transformation) städtischer staatlicher Einrichtungen hat die Phase des Experiments überschritten und in die Phase der strategischen Notwendigkeit übergegangen. Ihre Perspektiven werden nicht nur durch die Einführung von Technologien, sondern auch durch eine grundlegende Neubewertung der Beziehungen zwischen Stadt, ihren Dienstleistungen und den Bürgern bestimmt. Dies ist ein Weg von der Automatisierung von Prozessen zur Schaffung einer "intelligenten" städtischen Verwaltung, die auf Daten und Bedürfnisse der Bürger ausgerichtet ist.
Wesentliche Entwicklungsrichtungen
Von der "Regierung für die Bürger" zur "Regierung mit den Bürgern": Plattformen der Mitwirkung. Die Digitalisierung schafft die Infrastruktur für partizipatorische Verwaltung. Plattformen wie "Aktiver Bürger" (Moskau), "Decidim" (Barcelona) oder "CitLab" ermöglichen nicht nur das Sammeln von Beschwerden, sondern auch die Einbindung der Bürger in die Diskussion über Haushalte, städtische Projekte und legislative Initiativen. Die Perspektive ist der Übergang zur "Co-Produktion" (Co-Production) von Dienstleistungen, bei der Bürger und Beamte gleichberechtigt an der Entwicklung und Bewertung von Politik mitwirken. Zum Beispiel wird in Helsinki die Plattform "Kerrokantasi" ("Sag deine Meinung") zur Bewertung aller großen Stadtplanungsprojekte in den frühen Phasen verwendet.
Prädiktives und präventives Management auf Basis von Daten. Stadtische Einrichtungen weichen von der Reaktion auf Probleme zur Vorhersage und Verhinderung desselben aus. Die Analyse großer Daten (Big Data) von Sensoren, Kameras und Transaktionsystemen ermöglicht:
Optimierung von Flüssen: Verkehr (adaptive Ampelschaltung in Echtzeit, wie in Singapur), Energieverbrauch.
Risikovorhersagen: Modellierung von Hochwassersituationen, Vorhersage des Verschleißes der Infrastruktu ...
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