Öffentlichkeit und die Lösung ihrer Probleme in staatlichen Einrichtungen: Von der Kundenorientierung zur Ko-Produktion von Dienstleistungen
Die Interaktion von Bürgern ("Öffentlichkeit") mit staatlichen Einrichtungen evolves von der paternalistischen Modell "Bittsteller — Beamter" zur Paradigma "Kundenorientierung" und weiter zur Konzeption der "Ko-Produktion" (Co-Production) öffentlicher Dienstleistungen. Die Lösung der Probleme der Öffentlichkeit heute ist ein komplexer Prozess, der eine Umstrukturierung der Institutionen, die Einführung von Technologien und die Veränderung der Managementkultur erfordert.
Evolution des Verständnisses der Öffentlichkeit: Von einem Objekt zu einem Partner
Passiver Empfänger (traditionelles Modell). Der Bürger ist ein Objekt administrativer Maßnahmen, das eine standardisierte Dienstleistung nach Weisung erhält. Sein Meinung und Erfahrung werden nicht berücksichtigt.
Kunde (New Public Management, 1980-2000er Jahre). Unter dem Einfluss marktwirtschaftlicher Ansätze wurde der Bürger als Verbraucher staatlicher Dienstleistungen betrachtet. Der Akzent wurde auf Bequemlichkeit, Geschwindigkeit und Qualität des Services verschoben. Es entstanden Service-Standards, MFZ ("ein Fenster"), Zufriedenheitsratings. Allerdings blieb die Essenz reaktiv: Das Institut reagiert auf den Antrag, aber zieht den Bürger nicht in die Erstellung der Dienstleistung ein.
Partner der Ko-Produktion (moderne Paradigma Public Governance). Bürger und Gemeinschaften werden als aktive Akteure anerkannt, die einzigartiges Wissen, Erfahrung und Ressourcen für die gemeinsame Lösung öffentlicher Probleme besitzen. Die Aufgabe des Instituts ist es, eine Umgebung für dieses Partnertum zu schaffen.
Schlüsselprobleme der Öffentlichkeit und institutionelle Antworten
1. Problem der Komplexität und Transparenzlosigkeit ("Wo laufe ich her und was muss ich unterschreiben?").
Antwort: Digitalisierung und "Prinzip eines Fensters 2.0".
Beispiel — Estland und X-Road: Der Bürger gibt D ...
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