Portugal und Brasilien sind zwei Länder, die vom Atlantik getrennt sind, aber durch einen gemeinsamen historischen Faden verbunden sind. Brasilien war über dreihundert Jahre lang eine Kolonie Portugals (1500-1822). Die Beziehungen zwischen ihnen sind ein komplexes Durcheinander aus Liebe, Schmerz, Bewunderung und manchmal Eifersucht. Die Brasilianer nennen die Portugiesen oft «Manuelas» oder «Tugos», und die Portugiesen spotten über die «überschüssige Expansivität» der Brasilianer. Aber hinter diesen Stereotypen verbirgt sich eine tiefe kulturelle Nähe, die beide Nationen zu einem einzigartigen Beispiel postkolonialen Interactions macht. In diesem Artikel werden wir untersuchen, was sie heute, im Jahr 2026, vereint und was sie unterscheidet. Gemeinsam: die Sprache, die teilt Portugiesisch ist das Hauptziel, das beide Länder verbindet. Allerdings ist dies ein listiges Gemeinsames: Die Brasilianer und Portugiesen sprechen die gleiche Sprache, verstehen sich aber oft nicht. Unterschiede in der Aussprache, Lexik und Grammatik. Brasiliens Portugiesisch ist offener, melodischer, mit nasalen Vokalen ( Bernsteinklang). Europäisches Portugiesisch (Portugiesisch aus Portugal) ist geschlossen, «flüsternd», mit Vokalreduktion. In Brasilien wird «você» (du) höflich gesagt, in Portugal wird «tu» verwendet. In der Lexik: «ônibus» (Br) vs «autocarro» (Pt), «trem» vs «comboio», «abacaxi» vs «ananás». Slang: das brasilianische «beleza?» (wie geht es dir?) versteht ein Portugiese nicht. Dennoch sind beide Varianten nach einer kleinen Anpassung miteinander verständlich. Genau die Sprache ist die Grundlage der Lusophonie (Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder). Jährlich finden gemeinsame Literaturpreise, Fernsehkommunikationen, Kurse statt. Geschichte: Kolonialmacht und Kolonie Brasilien wurde 1500 von dem portugiesischen Seefahrer Pedro Álvares Cabral entdeckt. Seitdem begann die Kolonialisierung: Import von Sklaven aus Afrika, Abholzung von Wäldern, Gold- und Diamantengewi ...
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