Wir und die Rosen. Es scheint, dass diese Blumen immer bei uns waren. Sie wachsen in den Vorgärten unserer Großmütter, schmücken die Fensterbänke städtischer Wohnungen, liegen auf den Vitrinen von Blumenläden. Man gibt sie auf dem ersten Date und auf die Hochzeitsshower, auf den Geburtstag und auf Beerdigungen. Aber was verbindet uns wirklich mit diesen stacheligen Schönheiten? Warum hat die Menschheit aus tausend Arten von Blumen die Rose als ihre Begleiterin gewählt? Lassen Sie uns versuchen, in diese Jahrhunderte alte Verbindung zu blicken. Geschichte einer Liebe Die ersten Rosen erschienen vor 40 Millionen Jahren auf der Erde. Die Menschen "zähmten" sie jedoch erst vor etwa 5000 Jahren in China und Persien. Das wahre Kultivieren begann in der römischen Provinz: Man bestreute die Betten der Patrizier mit Rosensamen, sie schmückten Triumphzüge. Im Mittelalter versuchte die Kirche, gegen den "heidnischen" Blumen zu kämpfen, aber sie konnte es nicht — die Rose wurde zum Symbol der Jungfrau Maria. Seitdem hat sie sich in unserer Kultur, Kunst und im Alltag festgesetzt. Wir weben sie in Wappen, schreiben über sie Gedichte, nennen nach ihr sogar ganze Architekturstile (Rokoko — vom Wort "Rocaille" — Muschel, aber auch dort waren Rosen). Heute werden weltweit jährlich mehr als 10 Milliarden Rosen verkauft. Und das sind nur die geschnittenen. Was suchen wir in der Rose Warum geben wir eine Rose? Weil wir in ihr das Perfekte sehen. Die perfekte Form, der zarte Duft, die vielen Nuancen — von reinweiß bis fast schwarz. Die Rose ausdrückt das, was schwer in Worte zu fassen ist. Rot — "Ich liebe dich", Weiß — "Du bist unschuldig", Gelb — "Wir sind Freunde". Aber das ist nur die Oberfläche. Die Rose ist auch eine Herausforderung. Die Dornen erinnern uns daran, dass für Schönheit oft ein Preis gezahlt werden muss. Wir treten in einen Dialog mit dem Blumen, indem wir sie in die Hand nehmen, ohne uns zu fürchten, stechen zu werden. In diesem liegt eine tiefe Wahrheit: Wir möchten ...
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