Der Wind ist unsichtbar, aber spürbar. Er streichelt das Gesicht, zupft die Haare, reißt die Hüte ab. Für die Natur ist der Wind Leben. Er verbreitet Samen, bestäubt Blumen, jagt Wolken mit Regen. Für den Menschen ist es Energie, Gefahr, Inspiration. Aber in den letzten Jahren wurde der Wind kaprizieller. Hurrikane zerstören Häuser, Dürre tötet den Ernte. Was hat sich geändert? Wir erzählen über die Rolle des Windes im Leben der Erde und der Menschen. Wie entsteht der Wind? Der Wind ist die Bewegung der Luft von einer Hochdruckzone in eine Niedrigdruckzone. Einfach gesagt: Wo die Luft wärmer ist, steigt sie nach oben, und an ihre Stelle kommt kalte Luft — es bläst Wind. Je größer die Temperaturunterschiede sind, desto stärker der Wind. Es gibt auf der Erde ständige Winde: Passatwinde (bläsen zum Äquator), westliche Winde (in den gemäßigten Breiten), Monsunwinde (verändern ihre Richtung nach der Jahreszeit). Lokale Winde: Brise (Tag — vom Meer auf das Land, Nacht umgekehrt), Foehn (trockener, warmer Bergwind), Bora (kalter, von den Bergen zum Meer). Die Windgeschwindigkeit wird in Metern pro Sekunde (m/s) gemessen. Leiser Wind (0-0,5 m/s) — Rauch steigt senkrecht auf. Leicht (1-3 m/s) — Blätter rascheln. Gemäßigt (5-8 m/s) — Äste schaukeln. Stark (10-15 m/s) — Bäume neigen sich. Sturm (20-25 m/s) — Äste brechen. Orkan (mehr als 30 m/s) — Zerstörungen. Der stärkste Wind im Sonnensystem ist auf Neptun (bis zu 2000 km/h). Auf der Erde ist der Rekord 408 km/h (Insel Barrow, Australien, 1996). Wind in der Natur: Bestäuber und Wanderer Der Wind trägt Staub. Mehr als 80% der Pflanzen (Getreide, Birke, Eiche, Ulme, Kiefer) werden durch den Wind bestäubt. Ohne Wind wäre es keine Brot — Weizen, Gerste, Hafer werden durch den Wind bestäubt. Ambrosia und andere Allergene werden auch durch den Wind verbreitet — für Allergiker ist das ein Problem. Der Wind verbreitet Samen. Der Sonnentau, der Ahorn, die Birke, die Esche, der Espen (Flugblätter) — ihre Samen haben "Ballons". Die ...
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