Das Zeichnen ist nicht nur ein Weg, ein Kind für eine halbe Stunde zu beschäftigen. Es ist ein mächtiges Entwicklungsinstrument. Wenn ein Kleinkind einen Stift in die Hand nimmt, werden in seinem Gehirn komplexe Prozesse gestartet. Es lernt nicht nur, das Werkzeug zu halten, sondern auch seine Emotionen auszudrücken, zu phantasieren und zu analysieren. Leider betrachten viele Eltern das Zeichnen als eine Art Spielerei: „Na, ein paar Streicheleinheiten, besser hätte er seine Hausaufgaben gemacht“. Das ist ein riesiger Fehler. Je früher Sie das kreative Schaffen fördern, desto größer sind die Chancen, eine harmonische, intellektuell entwickelte Persönlichkeit zu großziehen.Feinmotorik und GehirnWenn ein Kind zeichnet, aktiviert es Dutzende kleiner Muskeln in der Hand. Das ist eine direkte Stimulation der Gehirnbereiche, die für Sprache, Gedächtnis und Koordination verantwortlich sind. Nicht umsonst empfehlen Logopäden Kindern mit einer Sprachbehinderung, mehr zu modellieren und zu zeichnen. Jede Linie, jeder Strich ist eine neuronale Verbindung. Je vielfältiger die Techniken (Stifte, Farben, Marker, Fingerzeichnen) sind, desto aktiver entwickelt sich das interhemisphärische Interagieren. In der Zukunft wird das in die Leichtigkeit des Lernens schreiben fließen, in die Fähigkeit, schnell zwischen Aufgaben zu wechseln.Emotionales IntelligenzKinder können nicht immer mit Worten sagen, was sie beunruhigt. Aber durch das Zeichnen können sie es. „Familie“ – wo alle Hände in Händen halten. „Ich in der Schule“ – wo die Lehrerin Zähne hat. Das Zeichnen hilft, Ängste, Wut, Eifersucht auszuplasieren. Und ein Elternteil kann durch die Zeichnungen frühzeitig ein Problem erkennen. Außerdem lernt ein Kind, seine Gefühle zu verstehen: „dieser Farbton ist Freude, dieser ist Trauer“. So entsteht emotionaler Intelligenz, die im Erwachsenenleben wichtiger ist als IQ.Phantasie und KreativitätIn einer Welt, in der künstliche Intelligenz routinebezogene Berufe ersetzt, werden kreative Fähig ...
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