Heutige Modell des nachhaltigen Glücks: Integration von Ökologie, Wirtschaft und Glück
Die Konzeption des nachhaltigen Glücks (Sustainable Well-being) hat sich als zentrale Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts etabliert und die Idee des Fortschritts neu definiert. Sie lehnt die Identifikation des Glücks ausschließlich mit wirtschaftlichem Wachstum (BIP) ab und bietet eine holistische Modell, in dem die Lebensqualität des Menschen unauflöslich mit der Gesundheit der Ökosysteme und der langfristigen sozialen Stabilität verbunden ist. Dieses Modell ist ein Synthese aus den Ideen der Nachhaltigkeit (sustainability) und der Wissenschaft des Glücks (well-being science).
1. Kritik an der vorherigen Paradigma: Warum das BIP nicht ausreichend ist.
Die traditionelle wirtschaftliche Modell, das Erfolg durch das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) misst, hat sich als unzureichend erwiesen. Das BIP registriert alle geldlichen Transaktionen, aber macht keine Unterschiede zwischen nützlicher und zerstörerischer Tätigkeit (z.B. Kosten für die Beseitigung einer ökologischen Katastrophe erhöhen das BIP). Es ignoriert:
Den Beitrag des natürlichen Kapitals (Vermögensverbrauch, Verschmutzung).
Nichtmarktgerechte Aktivitäten (Haushaltsführung, Freiwilligenarbeit).
Die Verteilung des Wohlstands (Anstieg der Ungleichheit).
Das subjektive Glück (Niveau des Glücks, des Sinns, sozialer Verbindungen).
Der Easterlin-Paraklse (Easterlin paradox) hat gezeigt, dass nach Erreichen eines bestimmten Einkommensniveaus der weitere Anstieg nicht mit einem Zuwachs des Glücks korreliert. Dies hat zu der Suche nach alternativen Indikatoren geführt.
2. Strukturelle Komponenten des Modells des nachhaltigen Glücks.
Das moderne Modell basiert auf der Wechselwirkung dreier fundamentaler Säulen:
A) Ökologische Nachhaltigkeit (biophysikalische Grenzen).Das ist die Grundlage des Modells. Glück ist in einer ausgelasteten oder verschmutzten Umgebung unmöglich. Die Konzeption der «planetaren Gr ...
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