Recht auf Privatleben
Recht auf Privatsphäre und das Problem seiner Realisierung in der digitalen Ära Juristisches Entstehen und philosophische Begründung Das Recht auf Privatsphäre (Privacy) ist ein relativ junges juristisches Konzept, das sich im 20. Jahrhundert grundlegend geformt hat. Obwohl seine Wurzeln in den philosophischen Schriften von John Locke und Immanuel Kant zurückreichen, wurde es formell in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948, Artikel 12) und der Europäischen Menschenrechtskonvention (1950, Artikel 8) verankert. Heute ist es eine komplexe, mehrstufige Struktur, die die Unverletzlichkeit des Wohnraums und der persönlichen Korrespondenz, den Schutz personenbezogener Daten, das Recht auf eigenes Bild und das "Recht auf Achtung des Privatlebens" (the right to be let alone) umfasst. Interessanter Fakt: Eine der ersten juristischen Konzepte der Privatsphäre wurde in dem Artikel "Das Recht auf Privatsphäre" von den amerikanischen Juristen Louis Brandeis und Samuel Warren aus dem Jahr 1890 formuliert. Sie reagierten auf die Einführung tragbarer Kameras, die es Journalisten ermöglichten, unhöflich in das private Leben einzudringen. Paradoxerweise wurde der technologische Fortschritt zum Katalysator für das Bewusstsein für ein Recht, das heute durch denselben Fortschritt ständig gefährdet wird. Digitale Neudefinierung der Privatsphäre Internet und Big Data haben die Essenz der Privatsphäre radikal verändert. Wenn sie früher als physische "Abgeschiedenheit von fremden Augen" verstanden wurde, ist sie heute vor allem die informelle Selbstbestimmung — Kontrolle über die Sammlung, Speicherung, Nutzung und Verbreitung persönlicher Daten. Wir tauschen freiwillig-erzwungen unsere Privatsphäre gegen Komfort, Sicherheit oder kostenlose Dienstleistungen ein. Jeder Like, Suchanfrage, Reiseplan bildet unseren "digitalen Zwilling" — ein Profil, das oft mehr über uns weiß, als wir selbst, und für prädictive Analyse, Mikro-TARGETING-Werbung und sogar Entscheidungsfindung (Kreditw ... Читать далее
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