Wo ist die Rose geboren? Die Frage ist nicht so einfach, wie sie scheint. Im Gegensatz zu, sagen wir, der Kartoffel (Südamerika) oder dem Weizen ( Nahost), hat die Rose keine einzige «Kinderstube». Ihre Vorfahren wuchsen auf der ganzen Nordhalbkugel — von Nordamerika bis nach China, von Europa bis zu den Himalaya. Die Rose ist ein globaler Blume mit einer alten Geschichte. Dennoch, wenn man nach dem «Geburtsort» der kulturellen Rose (der, die in unseren Gärten wächst) sucht, gehört die Spitze der Ehre Zentralasien und dem alten Persien. Lassen Sie uns auf diese paläobotanische Reise gehen.Die ersten Rosen auf der ErdeRosen (Gattung Rosa) existieren bereits seit 40 Millionen Jahren. Fossile Drucke von Blättern und Dornen wurden in Oligozän-Sedimenten in Colorado (USA), in Europa (Bayern) und in Asien (China) gefunden. Damals, nach dem Aussterben der Dinosaurier, war das Klima wärmer, und Rosen wuchsen sogar in der Arktis (auf Spitzbergen!). Moderne wilde Arten (Dornenrosen) sind auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitet: von den Pyrenäen bis nach Japan, von Alaska bis zu den Himalaya. Man glaubt, dass der Zentrum der Artenvielfalt Westchina und die Himalaya sind, wo mehr als 150 wilde Arten wachsen. Dort begannen die Rosen ihr triumphales Marsch nach Westen, nach Europa, und nach Osten, in die Amerikas, über natürliche Brücken (Beringia). Also ist die «geografische Heimat» der Rosen das gesamte Nordhalbkugel.Erstes Züchten: China und PersienObwohl wilde Rosen überall wuchsen, begann das gezielte Züchten etwa 5000 Jahre vor Christus in zwei Zentren: im alten China (Reich der Zhou) und in Persien (Territorium des heutigen Irans). Die Chinesen wurden die ersten, die Sträucher mit wiederholtem Blühen und schönem Geruch auswählen. Genau aus China kamen später die Teerose und die Muskrose nach Europa. Aber der Haupt «Garten» der frühen Rosekultur war Persien. Die persischen Könige pflanzten riesige Rosengärten, kochten Rosewasser, widmeten Rosen der Göttin Anahita. Man glaub ...
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