Kindheitsdigitale Rechte: Ausgewogenheit zwischen Schutz, Teilhabe und Entwicklung im Cyberspace
Einführung: Geburt des «digitalen Bürgers»
Die digitale Umgebung ist zu einem unverzichtbaren Raum der Sozialisierung, Bildung und Kommunikation für Kinder geworden und hat eine neue soziale Kategorie hervorgebracht — den «digitalen Bürgern von Geburt an» (digital native). Allerdings wurden die bestehenden Rahmensetzungen zum Schutz der Rechte des Kindes (UN-Konvention über die Rechte des Kindes, 1989) in der analogen Ära geschaffen. Die Konzeption der digitalen Rechte der Kinder ist eine evolutionäre Entwicklung und Konkretisierung der universellen Rechte des Kindes im Anwendungsbereich der Online-Umgebung. Ihr Ziel ist nicht die Schaffung eines separaten «digitalen Ghetto» für Kinder, sondern die Gewährleistung ihrer Sicherheit, Freiheit und Entwicklungsmöglichkeiten im Internet, indem sie es als neue soziale Realität anerkennt.
Rechtliche Grundlage: Von allgemeinen Prinzipien zu konkreten Leitlinien
Der Grundstein wird durch die vier Hauptprinzipien der UN-Konvention über die Rechte des Kindes (KPR) gelegt, die im digitalen Kontext angewendet werden:
Prinzip der besten Sicherstellung der Interessen des Kindes (Artikel 3): Muss bei der Entwicklung digitaler Produkte, Plattformen und staatlicher Politik im Bereich der IT Vorrang haben.
Recht auf Nichtdiskriminierung (Artikel 2): Schutz vor digitaler Diskriminierung, Mobbing (Cybermobbing) und Stereotypisierung auf Basis von Daten.
Recht auf Leben, Überleben und Entwicklung (Artikel 6): Enthält das Recht auf ein sicheres digitales Raum, das eine gesunde Entwicklung fördert.
Recht auf Teilhabe und Berücksichtigung der Meinung des Kindes (Artikel 12): Recht der Kinder, in Fragen der digitalen Umgebung gehört zu werden und an ihrer Gestaltung teilzunehmen.
Schlüsseldokument: Im Jahr 2021 hat der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes das allgemeine Erwägungsurteil Nr. 25 (AGO Nr. 25) angenommen — eine offizielle Auslegung d ...
Читать далее