Sowjetischer Koch: Mann oder Frau? Die Dualität einer Berufung Frag jeden Menschen, der in der Sowjetunion geboren wurde, wer der sowjetische Koch war — Mann oder Frau? Und du wirst zwei völlig verschiedene Antworten hören. Einige werden sagen: «Natürlich, Frau! In Kantinen und Kindergärten arbeiteten immer Tanten mit weißen Kappen.» Andere werden widersprechen: «Nein, die echten Küchenchefs in guten Restaurants waren Männer.» Und beide werden recht haben. Die Berufung des Kochs in der Sowjetunion war geschlechtergeteilt und dieser Bruch widerspiegelte nicht nur kulinarische Vorlieben, sondern auch soziale Stereotypen, wirtschaftliche Realitäten und sogar die Politik des Staates. Lassen Sie uns untersuchen, wie und warum das geschehen ist. Haushaltsküche vs. professionelle Küche: das geschlechtsspezifische Loch im sowjetischen Stil Der Paradoxon der sowjetischen Küche bestand darin, dass zu Hause die Frauen kochten und in hochklassigen Restaurants die Männer. Dieser Bruch war nicht einzigartig für die UdSSR, er existierte auch in anderen Ländern, aber in der UdSSR erhielt er seine spezifischen Merkmale. Traditionell wurde die Küche in der Familie als weibliche Pflicht betrachtet. Eine Frau musste ihren Mann und ihre Kinder ernähren, und dies wurde als natürlicher Teil ihrer Rolle als Hausfrau angesehen. In Filmen und Fernsehsendungen wurde weibliche Küche als alltägliche, routinierte Arbeit zur Förderung des Familienglücks dargestellt. Das Stehen an der Herd für die sowjetische Frau war eine traurige Unvermeidlichkeit, die mit einem Lächeln erfüllt zu erledigen war. Ganz anders war es mit der männlichen Küche. Für Männer bedeutete das Kochen in der Sowjetunion oft eine Form der Freizeit, ein Vergnügen, eine Möglichkeit, sich als Meister und kreative Persönlichkeit zu zeigen. Männern war es einfacher, das Kochen mit der Freizeit zu verknüpfen, selbst wenn sie an der Herd standen. Dies war keine schwere Arbeit, sondern ein kreativer Ausbruch. Dieses Verständnis w ...
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